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Sexualberatung oder Sexualtherapie – was ist der Unterschied?

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Wenn es um Sexualität geht, tauchen oft viele Fragen auf – und damit meist auch viele Unsicherheiten. Vielleicht merkst du, dass dich ein Thema beschäftigt, das du nicht alleine klären möchtest. In diesem Zusammenhang begegnen dir möglicherweise die Begriffe Sexualberatung und Sexualtherapie. In den Erstgesprächen begegnet mir daher diese Frage nachvollziehbarerweise häufig: "Sexualberatung oder Sexualtherapie – was ist der Unterschied?"


· Sexualberatung – Orientierung und Begleitung ·

Eine systemische Sexualberatung richtet sich an Menschen, die sich mit ihrer Sexualität bewusster auseinandersetzen möchten. Es geht um Fragen, die im Alltag entstehen können: Wünsche, Grenzen, Kommunikation in Beziehungen oder Unsicherheiten im eigenen Erleben.

Im Mittelpunkt steht dabei die Klärung und Erweiterung von Perspektiven. Du bekommst während der Begleitung den Raum, deine Themen in deinem Tempo zu reflektieren, neue Impulse zu erhalten und dich selbst besser zu verstehen. Sexualberatung ist lösungsorientiert und alltagsnah – sie unterstützt dich dabei, deinen eigenen Weg im Umgang mit Sexualität zu finden und dich, sowie deine Bedürfnisse besser zu verstehen.


· Sexualtherapie – Arbeit an tieferliegenden Themen ·

Sexualtherapie geht einen Schritt weiter. Sie setzt da an, wo die Sexualberatung ihre Grenzen erreicht. Sie richtet sich an Menschen, bei denen anhaltende oder belastende Schwierigkeiten im Bereich Sexualität bestehen – zum Beispiel, wenn starker Leidensdruck entsteht oder sich Muster nicht von selbst verändern lassen.

Hier wird oft intensiver und über einen längeren Zeitraum gearbeitet, auch mit Blick auf persönliche Geschichte, Beziehungserfahrungen oder mögliche psychische Belastungen. Sexualtherapie ist in der Regel an eine sexualtherapeutische Qualifikation gebunden und kann, je nach Setting, auch Teil einer psychotherapeutischen Behandlung sein.


· Wo liegen die Grenzen von Beratung? ·

Sexualberatung kann viel Raum für Entwicklung öffnen, das erlebe ich in meiner Praxis immer wieder. Doch sie ersetzt jedoch keine Therapie bei behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankungen oder schweren Belastungen.

Wenn sich zeigt, dass Themen sehr tief greifen, stark belasten oder mit Traumata oder psychischen Erkrankungen verbunden sind, ist es wichtig, dies ernst zu nehmen und gegebenenfalls eine entsprechend qualifizierte therapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Als verantwortungsvolle Beraterin spreche ich an dieser Stelle transparent mit dir, wenn der Beratungsprozess an seine Grenzen kommt. Außerdem unterstütze ich meine Klient*innen beim Übergang von Sexualberatung in einer Sexualtherapie und versorge sie mit nötigen Informationen.


· Ein behutsamer Zugang ·

Ob Beratung oder Therapie – entscheidend ist, dass du dich mit deinem Anliegen gesehen und ernst genommen fühlst. Manchmal ist der erste Schritt einfach, darüber zu sprechen und für dich zu klären, was du gerade brauchst.

Beides kann wertvolle Unterstützung sein. Und beides beginnt damit, dir selbst zuzuhören und deiner Sexualität mit Ernsthaftigkeit zu begenen.

 
 
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